Etappe 2: Türkenfeld – Grafing bei München
Abfahrt: 8.15 Uhr
Ankunft: 13.30 Uhr
Strecke: 91 km
Fahrzeit: 6h
Wetter: Mal Sonne – mal Regen (wechselhaft), windig
Da ich bereits um 9 Uhr die Ammersee-Fähre von Utting nach Herrsching erreichen wollte, nahm ich mein Frühstück um 7 Uhr ein. Zu dieser frühen Stunde waren noch wenige Gäste im Frühstücksraum, sodass ich in Ruhe am Buffet wählen konnte, ohne dass es zu einem Gedränge kam.
Nachdem ich gestärkt war, beglich ich meine Rechnung, holte mein Fahrrad aus der Garage und belud es für die bevorstehende Fahrt. Um 8:15 Uhr setzte ich mich aufs Rad und fuhr die etwa 12 Kilometer nach Utting am Ammersee.
Ich traf frühzeitig am Anleger ein, sodass ich nur etwa 10 Minuten warten musste, bis das Ausflugsschiff eintraf. Da es sich um Christi Himmelfahrt (Vatertag) handelte, war die Stimmung an Bord bereits lebhaft. Eine Live-Band spielte Musik, und kurz darauf ergriff Hans-Jürgen Buchner, bekannt als Haindling, das Mikrofon. Er sprach über sein künstlerisches Schaffen als Musiker und seine Tätigkeit als Töpfermeister für Keramik und Porzellan. Nach etwa 30 Minuten erreichten wir Herrsching, auf der gegenüberliegenden Seite des Ammersees. Das wechselhafte Wetter begleitete mich weiter auf meiner Fahrt bis nach Grafing bei München.
Vorbei am Kloster Andechs führte der Radweg in Richtung Starnberg.
Nachdem ich die lebhafte Stadt hinter mir gelassen hatte, wurde die Landschaft wieder hügeliger und von Wäldern geprägt. Ein weiterer Höhepunkt dieser Etappe war das großzügige Benediktiner Kloster Schäftlarn. Auch hier war ich nicht alleine auf dem Radweg – zahlreiche Rennradfahrer und Trekkingradler waren unterwegs. Im Anschluss führte der Radweg über die Isar und dem Isarkanal.
All die anderen Radler bogen nun auf den Isar Radweg ab, in Richtung München. Auf meinem gewählten Radweg, für die nächsten 40 Kilometern in Richtung Grafing, wurde es merklich ruhiger. Die Strecke war von landwirtschaftlichen Großbetrieben geprägt, die sich auf Pferde- und Milchviehzucht spezialisiert hatten. Die Umgebung zeigte sich als idyllische Grünlandschaft.
In Grafing angekommen, fand ich rasch den Gasthof Kastenwirt. Schon beim Eintreten fiel mir eine fröhliche, stimmungsvolle Kommuniongesellschaft auf.
Nachdem ich meine Zimmerschlüssel bekommen hatte und ich mein Rad in einer Garage unterstellen konnte, brachte ich meine Utensilien aufs Zimmer.
Aufgrund der heutigen Familienfeier war das hauseigene Restaurant leider für andere Gäste geschlossen. Als kleine Entschädigung überreichte mir der Chef persönlich zwei Fläschchen erfrischendes Bier und empfahl mir eine erstklassige Adresse im Städtchen, wo ich köstlich speisen konnte. Ein wirklich außergewöhnlicher Service, das den Aufenthalt im Landhotel Kastenwirt sehr angenehmer machte.
Fazit zur heutigen 2. Etappe:
Alles in allem – Wetter spielte ja eigentlich auch mit. Spitze.
Landschaft sehr abwechslungsreich und die heutige Unterkunft ist auch Klasse.
























