Etappe 7:
Murrhardt – Amstetten(Dorf) 78km mit 721hm
super Wetter, teilweise zu heiß, kein Regen
Heute gab erst noch ein deftiges Frühstück bevor ich meinen Weg, incl. Schwäbische Alb Überfahrung, um 9 Uhr unter die Räder nahm. Der Wirt stimmte mich auf den vor mir liegenden Anstieg nach Welzheim ein. “ Sie fahren doch bestimmt auf dem Limesradweg weiter? Bis Welzheim – , das ist eher eine moderate Auffahrt. Danach halten Sie ja erst mal die Höhe und es geht dann langsam bis Schwäbisch Gmünd wieder abwärts.“
„Dort werde ich dann auch den Limesradweg verlassen u. mir den Schw. Albradweg suchen, um über die Alb zu springen“ viel ich in seinen Vortrag ein. “ Ich denke mal, da werde ich wohl noch einmal richtig klettern müssen, denn mit 625 m muss ich dort meinen höchsten Tagesetappenpunkt erreichen. Na ja, das wird schon – da habe ich keine Angst.“
Nachdem ich meine Rechnung beglichen, das Rad aufgerüstet u. in einem kleinen Tante Emma Laden Cola gekauft hatte, machte ich mich auf meinen heutigen Weg.
Es lief gut und ohne große Anstrengung hatte ich die ersten 280hm gemeistert und Welzheim erreicht. Von hier oben hatte ich schon den Blick auf die Ausläufer der Schw. Alb – aber bis zu meinem Übergang waren es noch gut 40 Kilometer ( – mit wieviel Höhenmeter ??? ).
Von Welzheim aus folgte ich dann noch bis Pfahlbronn dem Limesradweg und fuhr dort auf Regio Radwegen durch Mutlangen, um nach Schwäbisch Gmünd zu gelangen. Dort querte ich ein letztes Mal den Limesradweg, bevor ich auf den Schw. Alpradweg abbog. Mitlerweile war die Mittagszeit schon vorbei u. die Temperatur stieg auch in die Höh.
Über Waldstetten u. Weilerstoffel erreichte ich, in flirrender Hitze, Tannweiler. Kurz hinter dieser Ansiedelung hatte ich dann an einer kleinen Kapelle, meinen höchsten Punkt (625m) dieser Etappe erreicht. Das war schon Arbeit pur!
Ein letzter Blick zurück – herrliche Fernsicht über eine tolle Landschaft – nun ging es zügig nach Nenningen hinunter. Weiter über Donzdorf bis Süssen folge ich noch dem Schw. Albradweg, um dann dort dem Filstalradweg bis Geislingen an der Steige zu folgen. (Geislingen – eigentlich auch kein guter Ort für Tourenradfahrer mit schwerem Gepäck, zu viele Steigungen!)
Suche mir hier den Weg, immer in Sichtweite zur B 10, nach Amstetten. Der Weg führt mich an einem Bachlauf stetig bergan, bis ich an eine alte Fabrikhalle gelange. Ab dort ging es nun, schiebenderweise steil bergan, bis ich die B 10 erreichte u. somit auch den Ortsanfang von Amstetten.
Laut NAVI hatte ich aber mein Ziel noch nicht erreicht! Es leitete mich weiter nach „Dorf Amstetten“ – weiter bergan. Bald war die Dorfkirche zu sehen – u. im Dunstkreis der Kirche ist normalerweise auch ein Gasthof. Genau so war es auch. 17 Uhr hatte ich dann mein Ziel für heute erreicht. Nach dem Duschen musste ich leider nochmals mein Rad benutzen,
denn der Gasthof hatte heute Ruhetag – daher war auch die Küche geschlossen. Fuhr also nochmals in die City hinunter um mir dort in einem Kebabhaus einen super Dönerteller zu gönnen. Glücklich u. zufrieden radelte ich anschließend zum Dorf zurück und beendete dort, bei einem lecker Weizen, den heutigen Tag.
Auch diese Etappe war wieder einmal SUPER!!! Ende Tag 7
Etappe 8:
Amstetten(Dorf) – Krumbach (Schwaben) 80km mit 226hm
super Wetter, schwühl – kein Regen
Nach dem Frühstück ging es um 8.45Uhr wieder frisch ans Werk – Krumbach in Schwaben war heute mein Ziel. Es war eine wunderschöne, leicht zu fahrende Tagesetappe. Über den sehr abwechslungsreichen Lonetal-Radweg geht es über Urspring, Westerstetten, Bernstadt nach Langenau. Von dort nach Elchingen, um dort dann auf den Donau-Radweg zu treffen.
Parallel zur Autobahn A8 ging es durch die offene Botanik, um dann bei Weissingen im Wald zu verschwinden. Vor Günzburg verlasse ich dann den Donau-Radweg wieder. Fahre noch vor Günzburg über die Donau und weiter bis zur B10. Dort folge ich nun dem Günztal-Radweg in Richtung Ichenhausen. Es machte richtig Spaß diesem Flüsschen zu folgen u. die Landschaft war nun auch wieder durch landwirtschaftliche Nutzflächen geprägt. Bei Weissingen verließ ich dann das Günztal um, nachdem ich mal wieder über einen Buckel musste, bei Neuburg das schöne Kammeltal erreichte. Nun folge ich bis Krumbach dem Flüsschen Kammel.
Schon zum Kaffee traf ich in Edenhausen ein. Dort hatte ich im Gasthof Zum Löwen ein Zimmer reserviert. Gönnte mir nun erst einmal ein Fläschchen Bier und machte ein Nickerchen. Danach wurde geduscht, sodass ich anschließend ins Örtchen Ursberg radeln konnte (der Löwe hatte leider Ruhetag).
So ließ ich es mir im Klosterbräuhaus in Ursberg schmecken. Im dortigen urigen Biergarten gab es Schmankerl aus der Region, die kaum Wünsche offen ließen. Rund herum glücklich fuhr ich wieder zurück zu meinen Gasthof u. ließ dort dann den Tag ausklingen. Ende Tag 8
Etappe 9:
Krumbach (Schwaben) – Bad Wörishofen 48km mit 107hm
warm und trocken, bewölkt
Für heute hatte ich eine Kurzetappe nach Bad Wörishofen eingeplant. Auf dem gemütlichen, landschaftlich herrlichen Kammeltal-Radweg, geht es morgens pünktlich um 9 Uhr auf Tour.
Vorbei an Maisfelder u. grüne Wiesen, mit dem typischen Braunvieh, spule ich mühelos den Weg bis Mindelheim ab. Dort angekommen, schlendere ich kreuz u. quer durch das schöne Städtchen, um danach meine Fahrt im Kammeltal bis Dirlewang fortzuführen. Bis Bad Wörishofen (Unterallgäu) folge ich nun dem hügeligen Kneipp Radweg. Wiesen, Weideland und Waldflächen bestimmen nun die Landschaft. Schließlich war ich schon um 12.30Uhr an meinem Etappenziel.
Mit lauten:“ Was Sie sind schon da Herr Milbratz?“ begrüßte mich die Chefin des Gästeheim Ute. „Ja, ich hatte diesmal extra eine kurze Sprintetappe zu Ihnen geplant. Ideal bei Regenwetter bzw. wie heute bei Sonnenschein. Beim letzten Mal hatte ich doch eine 90km Regenetappe bis hier her.“ antwortete ich. Heuer hatte ich ja noch richtig was von dem angebrochenen Tag. Duschen, Relaxen u. dann ab ins Dorf, so war meine Planung.
Zum Kaffee ging es zu Fuß in Richtung Kurgarten. Schönes Wetter, Kurkonzert – das soll`s sein, wenn man in Bad Wörishofen ist. So dachten wohl an diesem Tag, außer mir, Tausende von Kurgästen. Hier ging es zu, wie in einem Bienenstock. Das Städtchen platzte fast aus seinen Nähten – beeindruckend, so macht der Kurort auch Sinn. Ich suchte mir ein ruhiges, lauschiges Plätzchen in einem schattigen Biergarten. Bei einem dunkelen Weizen ließ ich die Zeit an mir vorbei laufen u. bald war es auch schon Zeit für ein gutes Essen.
Ich gönnte mir eine leckere, gebratene Forelle mit Kartöffelchen – dazu `nen gemischten Salat, was will man mehr?!
Nachdem ich diese Leckereien verzehrt u. bezahlt hatte, ging es zurück in meine Pension. Es war doch wieder ein schöner Tag.
Ende Tag 9
Etappe 10 Schlußetappe:
Bad Wörishofen (Unterallgäu) – Vorderburg (Oberallgäu) 66km mit 667hm
sehr gut, trocken, Berge im Dunst
Nach langen Gesprächen mit meiner Gastgeberin, bei einem super Frühstück, nahm ich dann am nächsten Morgen um 9Uhr die Schlussetappe nach Vorderburg unter die Räder.
Es sollte, wie aus den letzten Jahren gewohnt, ein toller Ritt durch die Höhenlinien vom Unterallgäu in den Oberallgäu werden. Nochmals durch den Kurort ging es nach Baisweil, um von dort zum Kloster Irrsee zu gelangen. Und weiter – immer wieder bergauf, bergab …
Wie über Wellenberge surfen, so ging meine Fahrt weiter über Wildpoldsried, Betzigau nach Kempten. Habe mittlerweile den Landkreis Oberallgäu erreicht. Oh ich meine, ich schnuppere schon jetzt Heimatluft! – bald bin i Dahoam (am Zielort in meiner Wahlheimat, Vorderburg) !!!
Unten in Sulzberg, kurz vor`m Hirsch, mache ich eine kurze Rast – denn es ist heiß u. schwül geworden. Dann fuhr ich weiter, Sulzberger Steige – vorbei am Sulzberger Hof – Säge Wies, und dann weiter hoch über Greuth in Richtung Raichen. Unten, an der Greifenmühle erreiche ich den Bodensee-Königssee Radweg, der hier in Richtung Peterstal abzweigt. Ich bleibe d`rauf, denn dieser Radweg geht direkt durch Vorderburg. Es waren dann auch nur noch wenige Hügel u. ich stand am Galgenbichl, Ortseingang von Vorderburg.
Damit habe ich das letzte Dorf auf meiner Deutschland-Tour 2011 erreicht. Ich griff zum Handy. Nach dem Wählen sagte ich nur:“ … bin hier am Galgenbichl, – kannst das Weizen einfüllen, bin in 8 Minuten bei Euch!“
Schnell machte ich noch einige Fotos, bevor ich dann die letzten Meter durchs Dorf rollte, um das Haus meiner Freunde zu erreichen. Bei dem schönen Wetter saßen natürlich alle, bei einem Nachmittagskaffee, im Garten.
Ich wurde natürlich mit großem Hallo – u. dem bestellten kühlen Weizen, begrüßt. Somit habe ich einmal mehr Vorderburg, das schöne Sonnendorf im Allgäu, erreicht. Ende der Tour am Tag 10
Fazit: Glück gehabt, – tolles Wetter, super Landschaft, alles hat gepasst.
Sogar meine Muskelverletzung war quasi nach 3 Etappen nicht mehr spürbar. Die Tour hat mir wieder großen Spaß gemacht.
Na dann, auf ein nächstes Mal – natürlich wieder mit NEUER Routenführung. Versprochen!