Etappe 5: Benedikt Beuren – Vorderburg

Abfahrt: 9 Uhr

Ankunft: 16.15 Uhr

Strecke: 127 km

Fahrzeit: 6 h

Wetter: erst bedeckt mit Sprühregen. Danach Sonne und schwülwarm

Die heutige Abschlußetappe war für mich mit 127 km die Königsetappe der gesamten Ronda Grande Bavaria.

Der Frühstücksraum befand sich in einem separaten Gebäude gegenüber dem klösterlichen Schlaftrakt. Gegen 8:15 Uhr betrat ich den ersten Teil des Raumes, der bereits gut besucht war. Hier befand sich das reichhaltige Buffet, das eine große Auswahl an Getränken und Speisen bot. Im zweiten Raum fand ich meinen eingedeckten, namentlich gekennzeichneten Tisch, an dem ich es mir gemütlich machte. Nachdem ich meinen Teller zweimal mit Leckereien aufgefüllt hatte, machte ich mich gegen 8:45 Uhr auf, um mein E-Trekkingbike zu holen.

An der Rezeption beglich ich meine Rechnung und nahm die geladenen Akkus in Empfang. Nachdem ich das Bike beladen hatte, verließ ich gegen 9:00 Uhr die Klosteranlage. Kurz darauf fuhr ich wieder in die offenen Wiesenlandschaften. Der Himmel war bedeckt und ein leichter Nieselregen setzte ein. Bald erreichte ich Kochel am See, wo ich bereits bei der ersten Ronda Grande Bavaria im Gasthof Schmied von Kochel übernachtet hatte.

Vor den Toren von Kochel stieß ich auf den Loisach-Radweg, der entlang der Loisach verläuft. Diese durchfließt den Kochelsee und mündet bei Wolfratshausen in die Isar.

Ich folgte dem Radweg in Richtung Garmisch-Partenkirchen und Eschenlohe. Während sich die Berge näherten, änderte der Radweg hinter Eschenlohe seine Richtung, nach Bad Kohlgrub.

Die Landschaft verwandelte sich in Moor- und Riedflächen, bekannt als das Murnauer Moos.

Hinter Grafenaschau und nach weiteren kleinen Sumpfgebieten, fuhr ich durch Weidegebiete und erreichte Bad Kohlgrub. Bei Altenau tauchte der Radweg in ein ausgedehntes Waldgebiet ein, das sich ca. 15 km bis nach Oberreithen zog.

Hier waren die Temperaturen schwülwarm, bei nur leichtem Wind. Ich setzte meine Fahrt in Richtung Halblech bis Füssen fort. Der BoKö verlief parallel zum Bannwaldsee, näherte sich dem Forggensee und führte mich schließlich entlang dem Hopfensee nach Hopfen am See.

Als dann Füssen in Sichtweite kam, hatte ich immer wieder schöne Blicke zum Schloß Neuschwanstein und den Seen. Besonders um die Mittagszeit tummelten sich viele Touristen in Füssen und an den Seen. Doch dank effizienter Besucherlenkung war es jedoch nicht übermäßig voll, was die Fahrt angenehm gestaltete (Streßfrei).

Aus Füssen hinaus führte mich der BoKö, vorbei am malerischen Hopfensee, durch das idyllische Ländle und hinauf in die Höhen oberhalb von Pfronten Zell. Langsam näherte ich mich dem kleinen Örtchen Nesselwang, und schon tauchte der mächtige Grünten auf, der als stolzer Wächter des Allgäus bekannt ist – sein markanter Gipfel war nun endlich in Sicht.

Bei Haslach passierte ich den Grüntensee und radelte wenige Kilometer weiter durch Oy. Von dort führte mich die Strecke über die „Panoramastraße“ in Richtung Peterstal. Von hier oben bot sich ein großartiger Blick auf den Rottachspeicher.

Deutlich war zu erkennen, dass der Wasserspiegel deutlich niedriger lag als gewohnt. Der schneearme Winter und die ausbleibenden Regenfälle hatten zu diesem Niedrigwasser geführt. Zudem war der See im Winterhalbjahr für Sanierungsarbeiten um weitere 50 Zentimeter abgesenkt worden. Insgesamt lag der Pegel dadurch rund 2,50 Meter unter dem üblichen Stand.

Nun waren es nur noch wenige Kilometer bis zu meinem Zielort Vorderburg. Dort fand an diesem Wochenende das große Feuerwehrfest statt –

150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Rettenberg, Gemeinde Vorderburg“.

Am frühen Nachmittag traf ich dort ein, und das Fest befand sich bereits auf seiner Zielgeraden. Am Vormittag hatte ein gemeinsamer Festgottesdienst stattgefunden, gefolgt von einem großen Umzug durch Kirch- und Großdorf von Vorderburg.

Als ich bei strahlendem Sonnenschein die Gartenterrasse meiner Freunde erreichte, war ich glücklich, die diesjährige Radtour wieder erfolgreich gemeistert zu haben.

Fazit zur heutigen 5. Etappe:

Die heutige Etappe hat mir einiges abverlangt. In Kombination mit der langen Strecke und dem unbeständigen Wetter, hatten dann doch ordentlich Körner gekostet. Dennoch war die abwechslungsreiche Landschaft beeindruckend und bot einen schönen Ausgleich für diese Anstrengungen.

Fazit zur diesjährigen Ronda Grande Bavaria:

Sehr positiv

Jede einzelne Etappe dieser Reise hatte ihren eigenen Reiz. Sei es durch die wechselhafte Wetterlage oder die einzigartigen Landschaften in Bayern – jede Tagesetappe bot neue Eindrücke und Herausforderungen. Insgesamt war es wieder einmal eine lohnende Erfahrung, die ich jederzeit wiederholen würde.

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