Riva del Garda am Largo di Garda
Nach langer Fahrt (8h, verstopfte italienische Autobahnen – normaler weise 3,5h) hatte ich dann auch Riva am Gardasee erreicht. Das Wetter war hier schwül warm u. bewölkt. Abends gab es hier ein tolles Prachtfeuerwerk – leider fing es an zu Regnen u. es wurde kühler. Ich dachte nur – nein, nicht schon wieder ?!
Der nächste Tag brachte Klarheit! Tolles Wetter, angenehme Temperaturen u. eine super Fernsicht. Hans u. ich machten eine schöne Bikerunde, wobei wir dann eigentlich seine 3 Fräuleins treffen wollten. Klappte nicht – habe den Weg nicht mehr so drauf gehabt wie eigentlich gedacht u. schon hatten wir uns verfahren. Die Tour war trotzdem schön – nur halt anders. Hans rief die Mädels an u. wir radelten nach Tenno weiter. Nach kurzer Rast (1 Weizen) fuhren auch wir dann gut gelaunt nach Riva ins Hotel Benacus zurück.
Da uns Wilfried vertröstete – er kommt etwa einen Tag später zum Gardasee, hieß es – beschlossen Hans u. ich das klare Wetter zu Nutzen.
Wir fuhren die Ronda Grande (Traumtour)
Hier die Daten:
64 km mit 2150 hm. Die reine Fahrzeit betrug 7, 25 Stunden
Die Route:
Mit dem Bike von Riva nach Torbole, dann mit dem Boot nach Limone (66m).
Von hier hinauf auf die Hochebene der Tremosine / Voltino (560m) / Vesio (660m) / – weiter Richtung Sermerio, ca. 4km, an der T-Kreuzung gerade ! ( jetzt nicht mehr Starße sondern Schotter) Richtung Angelotto(637m), S. Michele(635m), Tremalzo(1660).
Am Kapellchen S. Michele angelangt – li. Berg an bis Cima Camerone (1410m).
Es ist ein langer steiler Weg (bei der Wärme recht unangenehm !!!).
Am Hauptweg re. halten – Tremalzo. Nun abwechselnt Beton/Schotterpiste – dann Karrenweg bis Alpe del Garda (1615m), immer wieder tolle Aussichten.
Weiter Richtung Rif. Garda/Pso Tremalzo – Tunnel(1860m), Schotterband , Pso Nota (1240m), Pso di Bestana (1274m), Pso Guil(1210m), Pso Rocchetta(1160m), Pregasina(530m), Ponale Straße, Riva del Garda (60m).
Die Bikerunde ist wunderschön aber bei schwühl heißem Wetter enorm anstrengend. Man sollte sich eh Zeit nehmen – es lohnt sich wirklich ! Wir sind morgens um 9.15Uhr vom Hotel aus los und waren abends gegen 20.30Uhr wieder dort.
Die letzten gemeinsamen Tage am Gardasee
Nachdem Wilfried nun auch endlich am Gardasee angelangt war, brauchte er erst einmal einen Tag der Ruhe. Er hatte seinen Alpencross doch noch durchgezogen – aber eine andere Route als ursprünglich geplant.
Die Via Claudia Route über den Reschenpaß nach Italien. Näheres dazu könnt ihr auf Wilfried`s Seite lesen.
Wir trafen uns abends in Riva bei einem kühlen Becher Eis u. Wilfried schilderte uns seine Geschichte.
Erstaunt u. gebannt hörten wir zu. Abschließend teilte uns Wilfried mit, daß er am nächsten Tag nach Österreich weiter fahren würde – für den Hund wäre es hier zu heiß u. er wollte sich dort noch mit Ulrike gemeinsam einige schöne Tage machen.
Wir akzeptierten seine Endscheidung u. wünschten einander noch einen schönen Urlaub.
Hans u. ich fuhren in den nächsten Tagen noch zum Rif. Nino Pernici (1600m) u. machten die Monte Velo Runde. Es sind beides schöne, landschaftlich sehr reizvolle Bikevergnügen. Wobei die ersten 400hm hinab vom Rif. Pernici eher was für wackere Freerider als für Tourenbiker war (steile, verblockte Abfahrt im grobsten Schotter – danach aber wieder traumhaft. Wir haben den Grobschotterbereich geschoben).
Ich habe dann noch die Ponalestraße von Riva aus, auf Schusters Rappen, bis kurz vor Pregasina gemeistert. Herlich, wenn da nicht die Biker wären. Die bergab fahrenden waren in 2 Lager einzuteilen: Die, die rücksichtsvoll waren u. sich an die Bedeutung der zahlreichen Gebotsschilder hielten.
Und die vielen ANDEREN !!!
LEUTE, SO DOCH NICHT !
Es ist doch so ein schönes Bikevergnügen – nur die ITALIENER machen ernst. Je mehr u. öfter die Wanderer Beschwerde bei der Policia einreichen, desto näher rückt ein BIKEVERBOT !!!
Ich war teilweise auch sehr erbost u. hätte gerne den Nächsten vom Bike geholt, doch Toleranz ist 1. Gebot.
Dann war die schöne gemeinsame Gardaseewoche vorüber. Hans fuhr mit seinen Lieben wieder zurück nach NRW u. mein Weg führte nochmals ins Allgäu.
… knapp zwei Woche später, Beseitigung der Flutschäden im Allgäu
In den folgenden Tagen bin ich dann mit dem Bike von Fischen in die Oberstdorfer-Bergwelt geradelt u. habe mit erschrecken die Folgen der Flutschäden gesehen (Bilder auf Seite4). Die Bahnverbindung Fischen/Oberstdorf wird noch über Monate nicht befahrbar sein. Ebenfalls besteht keine Verbindungsstraße von Oberstdorf (Skifluganlage) weiter Richtung Birgsau. Große Schäden an Natur u. Straße auch im Rappenalpental.
Selbst knapp 3 Wochen nach dieser Naturkatastrophe waren die Aufräumungsarbeiten bzw. die Wiederherstellung zur Befahrbarkeit der Straßen, weder in Österreich noch in der Schweiz, abgeschlossen.
Es paßte gerade so, Eurobike in Friedrichshaven.
Trend`s u. Info`s rund um die Bikeszene der kommenden Saison 2006. Immer wieder interessant.
Fazit:
Den Alpencross nicht durchzuführen war auf jeden Fall die richtige Endscheidung – auch wenn`s schwer fiel !!!