Etappe 5) Kl. Kreuzberg – Höchberg (Bayern), 114km mit 430hm, 6.15h
(zum Vergrößern der Bilder, einfach jeweils anklicken)
Seid den Coronamaßnamen hier im Kloster hatte sich auch das Konzept mit dem morgendlichen Frühstück geändert (LEIDER). Das Frühstück wurde nicht mehr im Frühstücksraum des Antonius Tracktes eingenommen. Dort wurde in den vergangenen Jahren immer ein sehr reichhaltiges, üppiges Frühstücksbuffet angerichtet. Diese Selbstbedienung viel Corona zum Opfer. Nun geht jeder Besucher in der Klosterschänke zur Essensausgabe u. lässt sich dort seine Frühstückswünsche auf ein Tablett servieren (Kantinenflair). Nun kann er dann, in einem der vielen Gasträumen, sein Essen zu sich nehmen. Nach dem Frühstück bezahlte ich meine Rechnung im Büro der Klosterforte, – danach holte ich mein Trekkingrad aus der Garage u. belud es schließlich mit meinem Gepäck. Gegen 9Uhr verließ ich das Kloster (948m ü NN) und nahm dann meine heutige 5. Etappe unter die Räder.
Zunächst fuhr ich durch ein ausgedehntes Waldgebiet zügig hinunter nach Wildflecken (500m ü NN) im Sinntal. Dort erreichte ich dann den Radfernweg Rhön – Sinntal, (Rhönexpress, ein Bahnradweg der ehemaligen Sinntalbahn, ges. Länge 26km) dem ich dann bis Bad Brückenau (320m ü NN) folgte. Danach endete dieser gut ausgebaute RW u. ich fuhr durchs schöne Sinntal, auf dem gleichnamigen RW, in Richtung Gemünden a. Main (160m ü NN) weiter.
Kurz vor Obersinn querte der RW den imposanten, knapp 30m hohen, Sinntal-Viadukt. Dieser Viadukt wurde 1971 fertiggestellt u. verband mit einer Bahnlinie, ursprünglich Gemünden (BY) mit Elm (HESS). Ich machte natürlich einige Bilder von diesem schönen Brückenbauwerk, bevor es dann durch viele kleinen Ortschaften, weiter Richtung Gemünden ging.
Gut einen Kilometer vor Gemünden gelangte ich schließlich zum Mündungsbereich der Fränkischen Saale in den Sinn. Gemeinsam flossen sie schließlich, nach einem weiteren Kilometer, in den Main. Dort fuhr ich dann auf dem Main RW, Main aufwärts, meinem Etappenziel Würzburg – Höchberg entgegen.
Hier unten im Maingebiet, waren jetzt in der Mittagszeit, die Temperaturen schon deutlich höher als oben in der Rhön. Der Radweg war, trotz das es Samstag (Wochenende) war, sehr erträglich frequentiert. Noch vor 14Uhr rief ich den Wirt vom Gasthof „Goldener Adler“ in Höchberg an u. teilte ihm meine ungefähre Ankunftszeit mit. Da dieser kleine Familienbetrieb von 14Uhr bis 17Uhr geschlossen war, konnte er somit meinen Haus/Zimmerschlüssel draußen im Schlüsseltresor deponieren. Er teile mir den Geheimcode mit, sodass ich problemlos den Schlüssel entnehmen u. die Pension betreten konnte. (War alles bei der Zimmerreservierung so mit ihm abgesprochen. Zudem kannten wir uns auch schon, nach der mittlerweile 4. Reservierung.)
Da ich das Nadelöhr „Gemünden“ schon hinter mir gelassen hatte, radelte ich nun gemütlich auf dem Main RW nach Karlstadt weiter.
Dort wechselte der RW auf die gegenüberliegende Mainseite. Über Laudenbach ging es schließlich nach Himmelstadt (mit Bayerns einzigem Weihnachtspostamt) weiter. Himmelstadt ist ein kleines, schmuckes Wein – u. Weihnachtsdorf.
Danach waren noch Zellingen, Erlaubrunn, Margetshöchheim … die nächsten Stationen auf der heutigen Etappe. Unten in Würzburg verließ ich den RW schließlich, um hinauf nach Höchberg zum „Goldenen Adler“ zu radeln. Den erreichte ich problemlos, sodass ich um 15.15Uhr in nur 6h15min die Pension erreichte. Es war ja heute eine schnelle, leichte Genussetappe.
In aller Ruhe entlud ich nun mein Reiserad, entnahm den Schlüssel aus dem Tresor und betrat die Pension bzw. mein Zimmer im ersten Stock.
Im Flur des Hauses stand eine Kühltasche für mich, in dem der Chef des Hauses mir freundlicherweise 2 Flaschen Bier bereitgestellt hatte. Danke nochmals für diesen tollen Service.
Nun trug ich alles auf mein Zimmer bevor ich das Trekkingrad versorgte. Im Zimmer war es angenehm kühl und trank genüsslich das erste Bier, machte meine täglichen Hausaufgaben bevor ich unter die Dusche sprang. Danach blieb noch genügend Zeit, um mich noch bis 18.30Uhr auf dem Bett auszustrecken.
Als ich dann schließlich den gemütlichen Gastraum betrat, war dieser schon gut besucht. Eine nette Dame teilte mir einen Tisch zu u. gab mir die Speisekarte. Kurz darauf brachte sie mir mein bestelltes dunkle Weizenbier und nahm meinen Essenswunsch: Cordon bleu klassisch mit Spätzle, entgegen. Wie es sich wieder einmal bestätigte, war es eine sehr leckere, gute Wahl.
Nach 1 ½ Stunden verließ ich zufrieden und gesättigt den Gastraum. Oben im Zimmer dachte ich nochmals über den Tourabschnitt des heutigen Tages nach. Morgen sollten ja wieder etliche Höhenmeter auf mich zukommen. Ich sage nur ein Wort: Buckeles Tour.
Fazit:
Wieder viele neue, schöne Eindrücke auf der heutigen Tour erlebt und gesammelt. Das Wetter war ausgesprochen gut und mit guter Laune macht Radeln ja immer Spaß.