Etappe 6) Höchberg – Öhringen (BW), 105km mit 1250hm, 7h

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Gegen 8Uhr in der Früh betrat ich wieder den Gastraum um das Frühstück zu mir zu nehmen. Natürlich war schon alles vorbereitet u. ich konnte es mir schmecken lassen. Nach dem Frühstück bezahlte ich meine Rechnung u. wollte dann mein Fahrrad aus der Garage holen. Nun traf ich auf den Chef des Hauses, – wie gesagt, ein alter Bekannter.

Wir kamen natürlich wieder sofort ins Philosophieren: über das Radfahren (mit oder ohne Motor), über meine Tour durch Deutschland ins Allgäu, insbesondere über die heutige Etappe, und, und und…

Es macht immer Spaß mit ihm über diese Dinge zu Plaudern. Ich musste aber die Uhr im Auge behalten (auch wegen der Tageswärme – es wird wieder HEIß). So konnte ich mich dann doch loseisen, um gegen 9.15Uhr Höchberg 280m ü NN zu verlassen und die heutige Tagesetappe in Angriff nehmen.

Auf dem RW Romantische Straße ging es nochmals gemächlich bis zu dem kleinem Örtchen Altertheim 300m ü NN leicht bergan, bevor der RW dann bis Werbach 180m ü NN (im lieblichen Taubertal) wieder an Höhe verlor. Dort erreichte ich dann den klassischen RW liebliches Taubertal, dem ich nun bis Bad Mergentheim (220m ü NN) in Baden-Württemberg folgte.

Dort, von nun an wieder bergauf, folgte ich dem sportiven Taubertalradweg in Richtung Stuppach (300m ü NN). Stuppach selber kenne ich, da ich dort schon einige male im Gasthaus Rose, übernachtet hatte. Heute fuhr ich also nur durchs Dorf, weiter in das hügelige Umland bis nach Rengershausen (320m ü NN).

Danach ging es in schneller Fahrt wieder hinunter nach Dörzbach (220m ü NN), um dort das Flüsschen Jagst zu überqueren. Auf der gegenüberliegenden Seite begann dann das große Vergnügen mit der Buckeles Tour im Hohenloher Land. Es war ein sportlich ambitionierter Radweg, auf dem ich nun für die restlichen gut 47km bis Öhringen bleiben würde. Auf den Höhen des Hohenloher Land hatte ich immer wieder grandiose Fernblicke in die Weite der Natur.

In der Mittagszeit und bei Windstille stand hier oben aber die Hitze mit 33°. Die Kornfelder waren flachsblond u. der Ackerboden der Maisfelder war schon ziemlich ausgetrocknet. Im Verlauf des Jahres sollte es ja noch schlimmer werden. Es war ein toller Ritt durch die Höhenlinien – nur eben zu heiß.

Da ich heute eine Reservierung in einem Hostel in Öhringen hatte, sollte ich mich auch hier telefonisch ankündigen. Auf der letzten Anhöhe vor Öhringen erledigte ich diesen Anruf u. klärte meine Ankunftszeit. „Ja ist gut, Herr Milbratz, mein Mann wird sie dann gleich in Empfang nehmen“ meldete sich eine nette Dame.

In Öhringen dann war es für mich gar nicht so leicht, dieses Hostel zu finden. Zur Orientierung stellte ich kurzerhand das Rad in der richtigen Gasse ab und ging einige Schritte. Dummerweise stand ich an einem Wegabzweig mit dem Rücken zum Hostel, sodass mir erst nichts aufgefallen war. Nachdem ich mich umgedreht hatte, weil ich das Rad holen wollte, fiel mir das Schild „Bismarck Hostel Öhringen“ auf. Ich stand also genau da vor – geschafft. Als ich dann mit dem Rad vor dem Hostel angelangt war, klingelte ich dort und wartete einen Augenblick. Nun öffnete sich die Tür u. ein freundlicher Mann stand im Türstock.

Er befragte mich nach meinem Namen. Da er ja wusste, dass ich mit dem Rad unterwegs war, brachte er auch sofort den Garagenschlüssel mit. In der geöffneten Garage entlud ich das Reiserad, hängte die Akkus an die Steckdose u. betrat danach das Hostel. Jetzt checkte ich ein u. wurde über die Regularien, hier im Hostel, aufgeklärt. Gemeinsam gingen wir danach in den 1. Stock des Hauses wo mir dann mein Zimmer zugewiesen wurde. Es war ein schönes, großräumiges, sauberes Zimmer. Auf dem Flur der Etage stand ein großer, mannshoher Kühlschrank, der mit alkoholfreien Getränken gefüllt war.

Auch der große Raum mit der Etagendusche war hier. Alles TIP TOP & SAUBER! Für den nächsten Morgen wurde mir noch der Garagenschlüssel, den ich dann anschließend in den Briefkasten werfen sollte, ausgehändigt. Als dann all dies geklärt war, wünschte der nette Herr mir noch einen angenehmen Aufenthalt und verließ danach das Hostel.

Ich holte mir erst einmal mehrere Flaschen Wasser aufs kühle Zimmer, bevor ich mit meinen täglichen Hausaufgaben begann. Danach ging ich duschen. So gegen 17.30Uhr verließ ich das Hostel u. bummelte durch Öhringen. Schließlich kehrte ich in den Gasthof Krone ein. Der Gasthof bot laut seiner Speisekarte traditionelle, regionale Leckereien an. Daher nahm ich ein deftiges Gulasch mit Knödeln, dazu dann ein kühles, dunkles Landbier. Köstlich!!!

Gegen halb 9Uhr war ich dann wieder auf meinem Zimmer u. fing an über die morgige Etappe nachzudenken. Wegen der Tageshitze wollte ich schließlich spätestens 7Uhr in der Früh losradeln.

Plante daher auch den 1. Teil (ca. 35km) der Etappe neu. Ohne großartig Höhenmeter bolzen zu müssen, sollte der neue Etappenverlauf bis weit hinter Murrhardt, sanfter werden. Nun führte die neue Streckenführung durch die Täler, fast parallel zur ursprünglichen Etappe. Gefrühstückt musste ja auch irgendwo auf der Strecke werden. Der Plan stand und nun konnte ich beruhigt die Nachtruhe begehen.

Fazit:

Es war ein heißer Tag und der Ritt auf der „Buckeles Tour“ war dementsprechend auch nicht ganz ohne. Aber wieder einmal SUUUPER!

Das Bismarck Hostel, eine gute Alternative zur Jugendherberge, kann ich nur allen wärmstens empfehlen. Alles in allem war es eine tolle Etappe!!!

…weiter zur 7. Etappe

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